Schwangerschaft

Das Warten auf die Geburt

– Wann geht‘s endlich los?

Die letzten Tage vor der Geburt verbringen wird langsam mühselig und langweilig. Wie kann man Wehen auslösen? Habe ich mich deshalb gefragt und diese Mittel ausprobiert, um die Wehen natürlich einzuleiten.

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und verabscheue es zu warten. Deshalb sind die letzten Wochen meiner Schwangerschaft eine nicht enden wollende Last. Obwohl sich die Schwangerschaftswoche 38 dem Ende neigt, scheint das Baby noch lange nicht bereit zu sein, meinen Uterus zu verlassen. Wenn es nach mir ginge, könnte es aber langsam mal losgehen. Schon seit ein paar Wochen ist alles vorbereitet, die Erstausstattung gekauft und die Kliniktasche steht griffbereit neben der Tür (Lest hier weiter, welche Dinge ich hineingepackt habe).

Ich glaube, morgen geht es los…

Diesen Satz hört mein Mann nun schon seit Tagen von mir. Zur Zeit ist es aber mehr ein Wunschgedanke, als ein tatsächliches Gefühl. Zu seinem Ärger kommt auch noch extreme Gereiztheit hinzu und bei jeder Kleinigkeit, -sei es auch nur die geringste Bemerkung-, gehe ich an die Decke oder fange an zu weinen. Kann man’s mir verübeln?! Mein Bauch ist auf’s enorme gewachsen – selbst Schwangerschaftskleidung ist schon unbequem. Meine Finger haben sich durch Wassereinlagerungen zur doppelten Größe aufgequollen, genau wie meine Nase. Das hindert mich am Atmen. Und zu allem übel wird es jetzt auch noch richtig warm, was zwar an sich sehr schön ist. Nur leider nicht, wenn man hochschwanger ist.

Wehen auslösen – auf natürlichem Weg

Also starte ich mit meiner neuen Mission: Die Wehen auf natürliche Weise auslösen. Schließlich ist der kleine Mann nun vollständig ausgereift, bereits tief ins Becken gerutscht und eigentlich startklar. Eigentlich. Ich weiß, dass es ein wenig egoistisch von mir ist. Die Kinder entscheiden selbst, wann sie zur Welt kommen. Trotzdem schadet es nicht, ihm einen kleinen Anstoß zu geben. Denn ich weiß echt nicht, wie ich so noch weitere zwei Wochen überstehen soll.

Ich beginne also mit etwas leichtem:

Bewegung: Lange Spaziergänge durch den Park, an den Maschsee oder ein intensives Sportprogramm mit meiner Mami-Fitness-Box *. Seit einigen Tagen bin ich so aktiv, wie lange nicht. Viel bewirkt hat es bisher nichts. Außer die Kommentare aus meinem Umfeld:

Du bist ja aktiver als vor der Schwangerschaft

Scharfes Essen: Obwohl ich Schärfe überhaupt nicht zu meinem Speiseplan zähle, habe ich mich überwunden und ein scharfes Gericht gegessen. Das Chili con carne war sehr lecker und irgendwann erstaunlicherweise nicht mehr ganz so scharf. Aber auch das hat den kleinen Mann nicht hervorgelockt.wehen natürlich auslösen

Fenster putzen: Ein Rat meiner Schwester war, die Fenster zu putzen. Denn das hat bei ihr die Geburtswehen ausgelöst. Allerdings lag sie vorher aufgrund von Vorwehen auch nur im Bett und hat sich vorher nicht viel bewegt. Deshalb hat es wohl bei mir nicht denselben Effekt.

Treppensteigen: Das zählt natürlich auch zu Bewegung, verdient meiner Ansicht nach aber einen eigenen Absatz. Denn ich bin viele Treppen gestiegen. In den fünften Stock (Altbau) hoch und runter, hoch und runter – mehrmals am Tag, jeden Tag. Darin liegt wahrscheinlich auch der Fehler.

Entspannung: Fraglich war mir zunächst, wie ich Aktivität und Entspannung miteinander vereinbaren soll. Ich entschied mich daher für Abwechslung und Ruhepausen. Entspanntes Beinehochlegen, eine Massage, ein guter Film auf Netflix oder Amazon Prime Video *. Wäre da nur nicht diese Innere Unruhe…Und zu guter Letzt:

Sex: So hat die Schwangerschaft schließlich begonnen, so kann sie auch enden. Das Sperma enthält Prostaglandine, ein Hormon, das den Muttermund weicher macht. Zusammen mit Oxytocin kann es Wehen auslösen. Dieselben Hormone werden übrigens auch bei der Brustwarzenstimulation ausgeschüttet.Doch ich fürchte, es wird letztendlich dazu führen:

Abwarten: Denn mit aller Macht das Kind aus dem Bauch reißen – dafür hab ich es dann doch zu gern! Und vielleicht ist das jetzt auch schon mal eine Vorbereitung auf’s Muttersein: Die eigenen Bedürfnisse für das Kind zurückstellen und tief durchatmen.

Update: Lest im Beitrag „Anzeichen für die Geburt„, wann und wie es tatsächlich mit der Geburt losging und ob das Wehen auslösen etwas gebracht hat.

Eure Tante Day

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Wie habt Ihr die letzten Tage vor der Geburt verbracht? Schreibt dazu gerne einen Kommentar.

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4 Kommentare zu „Das Warten auf die Geburt

  1. ich verstehe dich total. habe bei meinem ersten kind 14 !!!tage übertragen. ich habe schon ab der 37. woche alles mögliche probiert um die wehen anzuregen. bin bis zum letzten abend noch velo gefahren. jetzt warte ich aufs zweite kind und weiss,das kind kommt dann wenn es will und dein körper bereit ist. besser kräfte schonen für die geburt. 😉

    1. Oje, du arme! Das war bestimmt sehr hart. Ich drücke dir die Daumen, dass das zweite Kind ein bisschen mehr Erbarmen mit dir hat ✊✊✊ Und danke für den Tipp! Mittlerweile bin ich von dem Wetter auch so fertig, dass ich fast nur noch auf der Couch liege mit hochgelagerten Beinen und mir viel Ruhe gönne 🙈

  2. Die Geburten meiner Mädels sind schon ein wenig länger her, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie anstrengend die letzten Wochen waren. Aber zum Glück vergehen diese Zeit auch irgendwann. Und dann wirst du für dein Warten belohnt 🙂
    Liebe Grüße, Simone

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