Baby · Schwangerschaft

Stilltipps

– 10 Tipps zum Stillen

Der Stillstart ist voller Fragen: Was hilft gegen Schmerzen, welche Stillposition eignet sich, was kann ich essen? Meine persönlichen Stilltipps zum Anlegen und Durchhalten.

Aller Anfang ist schwer. Das gilt vor allem beim Thema Stillen. Meine ersten Wochen als Stillmama waren katastrophal, da hätte ich gerne vorab ein paar nützliche Tipps gehabt. Zwar haben Mütter seit Urzeiten ihre Kinder mit der Brust ernährt und man möge meinen, der Vorgang sei gar nicht so schwierig. Dennoch gibt es, mich eingeschlossen, viele Frauen, die Stillprobleme haben. Sie reichen vom falschen Anlegen und Schmerzen zu Dauernuckeln bis hin zum Milchstau oder geringem Milcheinschuss. Einiges davon lässt sich mit Hausmitteln für Stillprobleme behandeln. Einiges davon lässt sich aber auch vermeiden. In dieser Liste lest Ihr, was man beim Stillen beachten sollte, um die Zeit möglichst heile und zufrieden zu überstehen.

Meine persönlichen Stilltipps

Stilltipps

1. Korrekt anlegen: Der Säugling sollte von Beginn an korrekt an die Brust zum Stillen angelegt werden. Andernfalls ist schnell mit wunden Brustwarzen zu rechnen (ich spreche aus Erfahrung – ist nicht schön!). Außerdem bekommt das Baby weniger Milch und nimmt dadurch schnell an Gewicht ab. Ideal ist ein weit geöffneter Mund, ein sogenannter Froschmund, bei dem sich die Unterlippe leicht nach außen wölbt. Er nimmt nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen Teil des Vorhofs in den Mund. Dadurch reicht die Brustwarze bis an den Gaumen und stimuliert den Saugreflex. Damit das Baby den Mund auch weit öffnet, kann man es ihm vormachen. Denn die meisten Kinder imitieren den Gesichtsausdruck der Mutter.

2. Hilfsmittel benutzen: In den meisten Fällen klappt Stillen leider nicht auf Anhieb. Deshalb sollte man sich nicht schämen, ein paar Hilfsmittel zu benutzen. Das kann ein (Still-)Kissen zur Stütze sein oder Stillhütchen oder Stilldonuts zum Schutz der Brustwarzen.

3. Positionen ausprobieren: Damit die Brüste gut entleert werden und um die Brustwarzen nicht zu stark zu beanspruchen, sollte man verschiedene Stillpositionen ausprobieren. Also auch mal wechseln und das Baby nicht immer gleich anlegen. Eine gute Übersicht von Stillpositionen findet Ihr bei Babycenter.

Mittel gegen Schmerzen beim Stillen

4. Kühlen: Um die beanspruchte Brust zu entspannen, hilft Kühlen, besonders am Anfang, wenn der Milcheinschuss einsetzt. Zur Kühlung eignen sich z.B. kalte Waschlappen, Eisbinden, Kühlpads, Weißkohl und Multi-Mam Kompressen.

5. Natürliche Mittel verwenden: Bei jedem Mittel, das Ihr Euch auf die Brust oder Brustwarze legt, solltet Ihr auf die Verträglichkeit achten. Ich persönlich würde dabei stets auf natürliche Mittel zurückgreifen und eine Behandlung zunächst mit Hausmitteln oder Homöopathischen Mitteln ausprobieren. Lest in meinem Beitrag Hausmittel für Stillprobleme, was bei wunden Brustwarzen und Co helfen kann.

Alles unter Kontrolle haben

6. Haargummis: Gerade am Anfang fuchteln die kleinen Sauger noch wild mit den Händen. Denn die Bewegung ist noch unkoordiniert und unbeholfen. Daher empfehle ich, die Haare beim Stillen nicht offen zu tragen, sonst ist das ein oder andere nicht mehr am Kopf, sondern in Babys Fingern.Haargummis sind übrigens nicht nur für den Kopf geeignet. Am Arm getragen helfen sie der Frau außerdem, sich die zuletzt gestillte Brustseite zu merken.

7. Stillzeiten kontrollieren: Zu Beginn ist es wichtig, das Stillverhalten des Babys zu kontrollieren. Trinkt es regelmäßig, wie sind die Abstände, wie lange die Dauer? Um diese Fragen beantworten zu können, hilft der Blick auf die Uhr. Zusätzlich kann man die Stillzeiten auch aufschreiben, so hat man einen noch besseren Überblick.

8. Pucken: Säuglinge sind noch unkontrolliert und rudern wild mit Armen und Beinen. Das kann beim Anlegen ganz schön nervig sein. Wenn sich das Baby dadurch gar nicht anlegen lässt, hilft das Pucken der Arme.

9. Essen und Trinken: Um bei Kräften zu sein und genügend Milch zu produzieren, solltet Ihr ausreichend Essen und Trinken. Fangt nach der Geburt bloß keine Diät an und ernährt Euch genauso gesund, wie während der Schwangerschaft. Auf Alkohol, Nikotin und Drogen solltet Ihr während der Stillzeit verzichten. Nun sind aber wieder Rohmilchprodukte, Kräuter und Co erlaubt, denn Listerien und Bakterien werden nicht über die Muttermilch aufgenommen.Um die Milchproduktion zu fördern, werden spezielle Tees empfohlen, z.B. Fenchel-Kümmel-Anis. Davon hat meine Hebamme aber abgeraten. Denn die Brust reguliert Angebot und Nachfrage in den meisten Fällen von allein. Empfehlen kann ich aber reinen Fencheltee, weil er gegen Blähungen und Bauchschmerzen hilft.

10. Geduldig sein: Aller Anfang ist schwer. Deshalb muss man einfach geduldig sein. Die ersten vier Wochen müssen Mutter und Kind das Stillen erst einmal üben. Und das ist häufig mit allerlei Problemen verbunden. Nicht selten geben Frauen das Stillen in dieser Zeit auf. Also schämt Euch nicht, wenn Ihr es nicht durchhaltet. Und wendet Euch bei Problemen an Eure Hebamme oder spezielle Stillberatungen oder tauscht Euch mit anderen Müttern aus! Holt Euch aber nur einen Rat oder eine zweite Meinung ein. Gerade beim Thema Baby und Stillen gehen die Meinungen von Fachpersonal, Ärzten und dem eigenen Umfeld stark auseinander. Am Ende des Tages seid Ihr mit dem Baby alleine und müsst seine Bedürfnisse befriedigen. Vertraut also Eurem Instinkt!

Übrigens: Tipps zum Stillen in der Öffentlichkeit findet Ihr auf dem Blog von Paulinchen.

Eure Tante Day

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Kennt Ihr weitere Stilltipps, die das Stillen erleichtern? Und wie seid Ihr durch die Stillzeit gekommen? Teilt gern Eure Erfahrungen mit einem Kommentar

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