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Die Wahrheit übers Mama sein #2

– das erste halbe Jahr mit Baby

Ein Baby verändert alles: den Alltag, das Liebesleben, das Sein. Und das nahezu wöchentlich. Hier schreibe ich über das erste halbe Jahr mit Baby und meine persönlichen Höhen und Tiefen. Lest einen ehrlichen Beitrag über das Leben als Mama mit Baby.

Wie schnell die Zeit vergeht ist enorm. Es kommt mir vor, als rasten die letzten Monate wie verrückt. Ich kann mich kaum noch an die ersten Wochen mit Baby erinnern. An die anstrengende Zeit nach der Geburt, das Eingewöhnen in die Mutterrolle und das Kennenlernen mit meinem Jungen. Heute scheint es, als wäre es nie anders gewesen. Als würde er schon immer da und ich schon immer seine Mutter sein. Vorbei sind die anfänglichen Schwierigkeiten. Vorbei der Egoismus ein eigenes Leben haben zu wollen und vorbei ist die Unsicherheit im Umgang mit Baby. Wir sind als Team angekommen. Endlich! Doch der Weg war lang, wie Ihr sicherlich im ersten Teil „Die Wahrheit über’s Mama Sein – die ersten drei Monate“ gelesen habt.

Bitte sprich mit mir

Es wurde definitiv einfacher, als mein Junge anfing, richtig mit mir zu kommunizieren. Nein, er ist kein Wunderbaby, das mit sechs Monaten schon ganze Sätze spricht. Aber er kann sich bereits ausdrücken, sei es auch bloß durch unterschiedliche Schreiarten. Er zeigt deutlich, wenn er etwas mag. Indem er zum Beispiel herzhaft lacht. Genauso deutlich zeigt er aber auch, wenn ihm etwas missfällt. Dann schreit er wie am Spieß und hört erst wieder auf, wenn die Situation vorbei ist. Das macht das Windelwechseln und Waschen nicht gerade einfach… Er fängt an zu nörgeln, wenn er müde ist, jammert, wenn er hunger hat und greift nach meinen Beinen wenn er auf den Arm möchte. Und seit neuestem spricht er tatsächlich seine ersten Silben. Zwar noch ins Leere hinein und ohne große Bedeutung. Mama könnte aber nicht stolzer sein.

Im Sturm die Welt erobern

So ist es auch mit seiner körperlichen Entwicklung. Er robbt durch die Gegend, wippt im Vierfüßlerstand hin und her und hat sich bereits an einem kleinen Korb auf die Knie hochgezogen. Ihr glaubt nicht, wie ich gestaunt habe. Genau das ist der große Punkt. Denn über’s Staunen komme ich nicht hinweg. Babys Entwicklung macht einen enormen Schub, die Zeit rennt und rennt und ich habe das Gefühl, nicht wirklich inne halten zu können. War der Junge nicht noch gerade so klein und zerbrechlich, hat den ganzen Tag geschlafen und gegessen und war so vollkommen unselbstständig? Ich wollte den anderen Muttis nicht glauben, dass die Zeit so schnell verfliegt in Babys erstem Jahr, bis ich es nun selbst feststelle. Wie konnte er so schnell zu einem nahezu selbstständigen Kleinkind werden, das bereits einen (sehr ausgeprägten) Charakter hat? Er liegt zum Beispiel da und sucht sich selbst aus, mit was er spielen möchte. Er wirft fröhlich einen Ball auf den Boden oder kaut auf seinem Beißring herum. Das war neu für mich. Ich musste mich erst einmal reinlesen, welches Spielzeug für 6 Monate alte Babys geeignet ist. Und nie hätte ich gedacht, dass wir so viel Baby Spielzeug haben werden. Anfangs sagten wir noch scherzhaft, unser Junge würde nur einen Stock zum Spielen bekommen und nun komm ich aus dem Kaufrausch nicht wieder raus 🙈.

Muss ein Baby selbstständig sein?

So schön alles auch ist, gibt es immer mal wieder negative Phasen. Bei uns ist immer noch der Schlaf ein großes Thema. Das Herumtragen und das „Verhätscheln“. Ich denke mir immer, der Kleine braucht es noch, also gebe ich es ihm. Warum soll ich mich auch kaputt machen und ihm etwas mit Zwang antrainieren, obwohl es einfacher geht? Er wird es doch hoffentlich irgendwann von selber lernen, wenn er soweit ist, oder? Muss denn ein sechs Monate altes Baby schon selbstständig sein?

Mama und Papa streiten

Diese Art der Erziehung muss ich jedoch fast überall rechtfertigen. Selbst mein Mann zweifelt bereits an meinen Erziehungsmethoden in dieser Hinsicht. Sowieso haben die Streitigkeiten und Ausraster zugenommen. Gerade die Mischung aus Schlafmangel und Entwicklungsschub führt bei uns zu enormen Explosionen. Mit der eigenen Aggression umgehen, das gehört momentan zu unseren größten Herausforderungen. Was soll schließlich das Baby lernen, wenn Mama und Papa sich ständig anschreien und beleidigen? Zwar haben wir bereits unsere Codes, wie „Fidi“ und „Verpidi“ entwickelt. Eine dauerhafte Lösung kann das aber nicht sein. Wir wollen beide eine harmonische Umgebung für unser Kind. Immerhin darin sind wir uns einig.

Schwierige Phase = schwierige Gedanken

Gerade in schwierigen Phasen kommen auch die schwierigen Gedanken. Und oftmals schäme ich mich dafür. Wenn ich mich ärgere und wütend bin und mich frage, ob ich mir mein Leben wirklich so vorgestellt habe. Darüber reden ist fast genauso schwierig. Hat man doch als Mama irgendwie ständig das Gefühl, für alles was man tut kritisiert zu werden. Das Thema Ich und die Anderen ist sowieso ein Thema für sich… Bei all den Fragen überwiegt immer wieder die eine:

Wo bleibe ich?

Mama sein ist ein Vierundzwanzig Stunden Job. Keine Pause, kein Feierabend, kein eigenes Leben? Andere Mütter scheinen es hinzubekommen, etwas für sich zu tun. Sie erzählen davon, dass sie das Kind bei Oma parken und einkaufen gehen. Dass sie mal vier Stunden Ruhe haben, um Sport im Fitness Studio zu treiben, oder dass sie mal in Ruhe die Wohnung saugen, während das Kind friedlich auf der Krabbeldecke spielt. Da frage ich mich: Was mache ich falsch? Denn all das ist bei mir nicht möglich. Punkt eins vielleicht, wenn ich es genaustens durchplane. Wie froh ich wäre, wenigstens mal mehr als zwei Stunden Ruhe zu haben. Auf vier komme ich keinesfalls. Selbst seit unserem Beikostsstart nicht.

Ein kleiner Dickkopf

Seit er seinen ersten Brei bekommt, ist jedoch nichts mehr wie vorher. Die Tage sind routinierter geworden. Es gibt feste Abläufe und nahezu feste Zeiten für Essen und Schlafen, die er mir vorgibt. Auch da zeigt er mir deutlich, er hat einen Charakter. Ein ganz schöner Wirbelwind unser kleine Junge. Er schafft es immer wieder, unser Leben auf den Kopf zu stellen. Mal ist es lustig, mal enorm anstrengend und mal absolut zum Haareraufen. Es ist immer wieder eine Herausforderung. Das ist wohl die größte Erkenntnis, die mich das erste halbe Jahr mit Baby lehrte. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Eure Tante Day

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