Babys und Kinder impfen

– ein Pro & Contra

Impfen – ja oder nein? Vor dieser Frage standen auch wir als junge Eltern. Dieser Blogbeitrag ist ein Erfahrungsbericht über den Schutz vor Kinderkrankheiten.

Diese Woche waren wir mit unsem Baby zum ersten Mal impfen und es war grauenvoll! Beim Arzt war noch alles ok. Ein Pieks ins rechte Bein, ein Pieks ins linke, kurzer Schmerzaufschrei, dann war alles wieder gut. Dann noch die Schluckimpfung, die ihm offenbar sehr gut schmeckte, denn er lächelte vergnügt, und schon ging es wieder nach Hause. Keine zehn Minuten hat der Arztbesuch gedauert, zog dafür aber unzählige Minuten und gefühlte Tage nach sich.

Nach wenigen Stunden Zuhause fingen dann schon die Unruhe und das Gejammer an. Ich nahm ihn auf den Arm, versuchte ihn wie immer zu beruhigen, doch die Ruhe hielt nur ein paar Minuten und wurde abgelöst von seinen quälenden Schmerzensschreien. Nie zuvor habe ich den Kleinen so weinen gehört – es war grausam! Ich fühlte mich hilflos und schuldig, war ich doch im Grunde diejenige, die ihm die Schmerzen verursacht hatte durch die Impfung.

Was tun bei Impfreaktionen?

Vor Erschöpfung, so vermutete ich, schlief er in meinem Arm ein. Mehr als ein Powernap war es aber nicht und so wachte er schreiend wieder auf. Seine Augen waren ganz glasig, aber seine Haut war nicht heiß, Fieber hatte er also nicht. Um aber wirklich sicher zu gehen, nahm ich ein Fieberthermometer zur Hand. Bei einem Baby Fieber messen habe ich zuvor noch nie gemacht. So musste ich mir erst einmal die Gebrauchsanweisung durchlesen. Ziemlich peinlich, oder? Gerade Mutter geworden und weiß nicht, wie sie bei ihrem Kind Fieber misst. So viel zum Thema Hilflosigkeit…

babys-impfen-ja-nein

Das Display zeigte 37.0 an, also alles ok, noch kein Fieber. Trotzdem schrie der Kleine und schrie und schrie und hörte einfach nicht auf. Ich wechselte die Windel, legte ihn an die Brust, lief mit ihm durch die Wohnung, schaukelte ihn im Arm, weinte mit ihm – nichts half. Also entschied ich mich für ein Paracetamol-Zäpfchen. Eigentlich bin ich immer gegen Schmerzmittel, versuche selber so gut es geht darauf zu verzichten und möchte auch mein Kind nicht unnötig mit Medikamenten zudröhnen. Wie aber soll man als Mutter entscheiden, ob die Schmerzen des Kindes aushaltbar sind?! Ich entschied in diesem Moment, dass sie es nicht mehr waren. Schließlich hatten wir es ohne Mittel probiert und es wurde nicht besser, nur schlimmer. Und auch der Arzt sagte am Morgen, ich solle ihm ein Zäpfchen geben, sobald er quengelig wird und schlecht trinkt. Die Gabe eines Schmerzzäpfchens bei Babys musste ich übrigens auch erst einmal googeln…

„Nebenwirkung“ Tiefschlaf

Danach wurde es allmählich besser, wobei die Betonung auf allmählich liegt. Der Kleine schlief endlich und das für etwas mehr als fünf Minuten ein. Alle zwei Stunden machte er sich wie gewohnt zum Trinken bemerkbar. Wirklich wach wurde er allerdings nicht. Erst wieder gegen Abend. Herrlich ist das, wenn das Kind hellwach ist, wenn die Eltern eigentlich schlafen wollen! Ich hatte aber schon damit gerechnet und nachmittags ein kleines Schläfchen versucht. Immerhin hatte ich also mal kurz die Augen zu. Nicht ideal für die kommende Nacht, aber besser als nichts. Denn die Nacht toppte diesen Tag und alle Nächte zuvor. Stündlich wurde er wach und wollte an die Brust, ließ sich danach nur schwer wieder ablegen und verbrachte den Großteil der Nacht halbschlafend in meinem Arm.

Am nächsten Morgen ging es ihm zum Glück besser. Er wurde „erzählend“ wach und hatte auch nicht mehr ganz so glasige Augen. Allerdings war er noch sehr, sehr anhänglich und wollte nur auf den Arm. Außerdem trank er schlecht und verhielt sich sehr stark wie ein „kleines Baby“, das überhaupt nichts kann. Dabei war er in seiner Entwicklung doch schon viel weiter…

Impfen – ja oder nein?

Alles in allem ist dies ein sehr langes Contra. Würde ich also wieder impfen? Ja! Denn auf der Pro Seite steht zwar nicht viel, aber was dort steht, überwiegt für mich.

Es ist wichtig, dass Babys und Kinder geimpft werden und dadurch Schutz vor gefährlichen Krankheiten bekommen. Gerade in der heutigen Zeit, in der es viel Bewegung auf der Welt gibt, werden Krankheiten, die in Deutschland eigentlich nicht mehr vorkommen, wieder „eingeschleppt“. Nicht geimpfte Kinder sind selbst gefährdet und gefährden gleichzeitig auch andere Kinder, sich mit den Krankheiten anzustecken. Darum lasse ich mein Baby impfen. Obwohl es mir das Herz zerreißt, es leiden zu sehen. Aber da muss man abwägen. Lieber leidet mein Kind ein, zwei Tage, als ein Leben lang …

Eure Tante Day

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Wie ist Eure Meinung zum Thema Impfung? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

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