Schwangerschaft

Anzeichen für die Geburt

– Sind das Wehen?

Wie erkennt man richtige Wehen und ab wann muss man zur Geburt ins Krankenhaus? Lest hier meinen Erfahrungsbericht über den Geburtsbeginn und die lange, lange Zeit davor.

Es sind die letzten Tage der Schwangerschaft, der Endspurt einer langen Reise, und sie sind alles andere als entspannend. Jeden Moment kann die Geburt losgehen, die Wehen augenblicklich einsetzen, die Fruchtblase jederzeit platzen. Wann es aber tatsächlich losgeht, lässt sich leider nicht voraussagen. So verbrachte ich meine letzten Tage als Schwangere damit zu warten. Pläne und Verabredungen für die nächsten Tage machte ich ab der 39. SSW nicht mehr. Ich stand morgens auf und horchte in mich hinein. Ist es heute so weit, geht es los? Ihr könnt Euch vorstellen, wie unheimlich spannend diese Zeit war…

Anzeichen für die Geburt

Dabei versuchte ich, auf mein Bauchgefühl zu hören. Nur leider hatte es mich verlassen, zu sehr wünschte ich mir ein baldiges Ende der Schwangerschaft. Also verließ ich mich stattdessen auf das Wissen der Medizin. Und die sagt, klare, körperliche Anzeichen, dass es bald losgeht, sind folgende:

  • Ein Blasensprung
  • Das sogenannte „Zeichnen“ – ein Ablösen des Schleimpfropfs
  • Ein gesenkter Bauch
  • Regelmäßige Wehentätigkeit

Weitere Hinweise auf eine baldige Entbindung können außerdem sein:

  • Unruhe
  • Schlaflosigkeit
  • Muskelzittern
  • Übelkeit
  • Durchfall

Allerdings sind sie bei jeder Frau unterschiedlich. Einige haben gar keine der genannten Vorboten (außer Wehen), andere gleich mehrere. Und genau darin liegt die Problematik. Denn wie erkenne ich, ob die Geburt nun startet?

Wie erkenne ich Geburtswehen?

In der Theorie ist es ganz einfach: Hat die Frau regelmäßige Wehen (alle 5-10 Minuten) über einen längeren Zeitraum (1 Stunde) und nehmen diese in der Intensität zu, dann heißt es: Ab ins Krankenhaus!

In der Praxis ist das leider etwas schwieriger. So hatte ich zehn Tage vor Geburtstermin ab mittags alle vier Minuten Gebärmutterkontraktionen mit zunehmender Schmerzintensität. Das ist der Anfang, dachten wir. Mein Mann und ich sahen uns schon nachts ins Krankenhaus fahren. Am Abend schlief ich erschöpft ein, um noch etwas Kraft für die nahende Geburt zu sammeln, wachte alle zwei Stunden mit Schmerzen wieder auf, schlief aber stets wieder ein. Am nächsten Morgen waren die Wehen verschwunden und das Baby noch lange nicht bereit, seine sichere Höhle zu verlassen.

Wehen-Arten unterscheiden

Ich hatte also regelmäßige Wehen. Der Anfang der Geburt war diese quälende Erfahrung allerdings nicht. Und das liegt einfach daran, dass es nicht schmerzhaft genug war.

Erst, wenn du während der Wehen nicht mehr sprechen kannst, ist es Zeit, ins Krankenhaus zu fahren.

Diesen (damals undankbaren) Tipp gaben mir sowohl meine Hebamme, als auch andere Mütter, die diese Erfahrung machten. Echte Wehen sind schmerzhaft, müssen weggeatmet werden und erfordern deine volle Kraft und Aufmerksamkeit. Darin unterscheiden sie sich von Übungswehen, Senkwehen und Vorwehen.

Da war ich so gut auf die Wehen vorbereitet und war mir sicher, dass ich richtige Wehen erkennen würde und dann kam doch alles ganz anders. Denn anstatt dass die Wehen allmählich einsetzen, begann meine Fruchtblase langsam zu platzen. Kein Schwall, keine plötzliche Pfütze wie in Filmen – nein, ganz gemächlich tröpfelte es aus mir heraus, sodass ich es zunächst gar nicht zuordnen konnte.

Wie erkenne ich einen Blasensprung?

War es nun Ausfluss, Urin oder Fruchtwasser? Das war die große Frage. Den Unterschied kann man an folgenden Punkten feststellen:

  • Farbe – Urin und Ausfluss sind eher weißlich-gelblich, Fruchtwasser hat eine klare Farbe
  • Geruch – Fruchtwasser riecht etwas süßlich, Urin hat einen typisch derben Geruch
  • Konsistenz – Ausfluss ist zähflüssiger, Fruchtwasser wie der Name schon sagt wässrig

So weit, so gut. Tatsächlich hat mir dieses Wissen im großen Augenblick nur wenig weitergeholfen. So viel auch zum Thema, Frau merkt, wenn es losgeht… Als ich mir jedoch die Unterhose wechseln musste, weil sie bereits völlig durchnässt war, war es dann doch schon relativ klar, dass ich einen Blasensprung hatte. Ich rief meine Hebamme an und wir fuhren ins Krankenhaus, wo der Blasensprung nach CTG und Untersuchung schnell bestätigt wurde.

Bis zum Einsetzen der Wehen (und zwar der richtigen Geburstwehen) dauerte es nur wenige Stunden. Und tatsächlich merkt Frau, wenn diese losgehen. Es sind Wellen, die regelmäßig kommen, sich aufbauen und abflauen und immer heftiger werden, sodass man all seine Kraft dafür aufwenden muss. Irgendwann fängt es an zu bluten, dann öffnet sich der Muttermund. Bald darauf drückt es nach unten und die Presswehen beginnen. Wenig später ist das Baby geboren. Und dann, so war es bei mir, ist der Schmerz der Wehen erst einmal vergessen.

Und nun sag ich endlich, nach dem langen Warten auf die Geburt, „Bye, bye, du runder, praller Babybauch, hallo süßes kleines Baby!“

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Eure Tante Day

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