Baby

Der Alltag mit Baby

– (m)ein typischer Tag als Neu-Mama

Ein Tag im Leben einer Neu-Mama – der Alltag mit Baby hat so einige Tücken und stellt mich oftmals vor ungeahnte Herausforderungen. Wie so ein typischer Tag als Babymama aussieht, davon berichte ich Euch in diesem neuen Blogeintrag.

Zugegeben, so neu bin ich nicht mehr im Mamageschäft. Hat mein Baby doch vor kurzem schon die Dreimonatsmarke geknackt und ist allmählich auf dem Weg, ein Krabbler zu werden. Trotzdem ist es für mich, als wäre es gestern gewesen, als sich mein Leben schlagartig änderte. Vorher lebte ich in den Tag hinein (mal abgesehen von den Pflichten wie arbeiten und Haushalt). Ich entschied oft spontan, was ich mit meinem Tag anfangen soll und ging meinen Hobbys nach. Nun bestimmt ein kleines Wesen meinen Alltag. Es möchte gefüttert, gewaschen und beschäftigt werden. Es hat einen eigenen Rhythmus, eigene Vorstellungen, besondere Bedürfnisse. Oftmals kollidiert das mit meinen eigenen Vorstellungen. Und so stecke ich zurück.

Ich bleibe ein Jahr Zuhause und nehme Elternzeit. Zeit, in der ich mich voll und ganz dem Mama-sein widme. Eine Rolle, in die ich mich erst hineinfinden musste. Ist sie doch vollkommen anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Vorbei mit dem spontanen in den Tag hineinleben. Vorbei mit Ruhe und Entspannung. Vorbei mit „ich gehe meinen Hobbys nach“. (M)ein Alltag mit Baby ist anders. Und so sieht er aus:

Guten Morgen Sonnenschein

08:22 Uhr – Der Tag kann beginnen

Nach mehrmaligen nächtlichen Unterbrechungen zum Stillen (alle zwei Stunden) entscheide ich mich mehr oder weniger freiwillig, nun endgültig aufzuwachen. Baby schläft noch selig. Papa ist bereits zur Arbeit aufgebrochen. Und Mama hat Hunger. Ich schleiche mich heimlich aus dem Bett und in die Küche. Dort schmiere ich mir in Hektik zwei Brötchen, setze Teewasser auf und schütte mir ein Glas O-Saft ein. Als ich damit zurück ins Schlafzimmer komme, ist alles wie vorher. Zum Glück! Der Kleine schläft noch. Ich lege mich zurück ins Bett und schalte den Fernseher an. Und frühstücke in aller Ruhe bei irgendeiner Netflix Serie. So entspannt und schön das nun klingt – Frühstück um halb neun im Bett. Ja, manche mögen mich beneiden. Ganz so einfach ist der Alltag mit Baby allerdings nicht.

10:18 Uhr – Mami macht sich frisch

Nach dem Frühstück warte ich darauf, dass der kleine Kerl neben mir endlich aufwacht. Aber das dauert noch. Eine ganze Folge der neuen Serie konnte ich gucken, ehe er erwacht. Zwei Stunden nach dem letzten Stillen. Pünktlich wie immer. Ich lege ihn direkt an und freue mich bereits jetzt schon, gleich duschen zu gehen. Nach etwa zehn Minuten ist er gesättigt und macht auch direkt in die Windel. Also gehen wir ins Bad zur Wickelstation und legen eine frische Windel an. Weil wir schon vor Ort sind, wasche ich ihn gleich. Zuerst das Gesicht, dann die Hände und Füße, unter den Achseln, hinter den Ohren und zum Schluss am Hals. Diese Reihenfolge habe ich mir nicht grundlos angewöhnt. Sie hat ein System. Es fertigt nach und nach die Bereiche ab – von der Toleranz her absteigend. Denn unter dem Doppelkinn zu waschen, das mag mein kleiner Junge so gar nicht! Nachdem wir die schwierige Waschtortur endlich hinter uns gebracht haben, ziehen wir den Schlafanzug aus und frische Klamotten an. Baby ist sauber und angezogen, dann kann’s ja nun mit Mama weitergehen.

Im Alltag mit Baby duschen – ein wahrer Kniff

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die optimale Morgenroutine mit Baby raushatte. Denn am Anfang gab es nur Geschrei und Gezeter. Und zwar meistens dann, wenn ich einshamponiert unter der Dusche stand. Das kommt zum Glück nun nicht mehr vor. Denn ich passe seitdem stets die beste Zeit zum Duschen ab. Und zwar genau dann, wenn er nach dem Schlafen getrunken hat. Er ist also weder müde, noch hat er Hunger. Wenn wir dann noch die Windel vorher wechseln, kann so gut wie gar nichts mehr schiefgehen.

Alltag mit Baby

Ich lege eine Krabbeldecke ins Bad und ihn darauf. Manchmal reicht das schon und er beschäftigt sich mit der Lampe. An anderen Tagen bekommt er ein Spielzeug, mit dem er sich allein beschäftigen kann. Dann steige ich unter die Dusche und hoffe, dass er durchhält. Wir haben eine Glaskabine, so kann ich ihn während des Duschens die ganze Zeit beobachten. Manchmal „erzählt“ er und ich antworte ihm. Ob er wirklich kapiert, dass ich es bin, seine Mama, weiß ich nicht. Er wirkt allerdings stets zufrieden während meines Frischmachens. Nur wenn der Föhn angeht, guckt er etwas skeptisch.

11:30 Uhr – Mittagszeit

Eine Stunde später ist es Zeit für’s Mittagessen. Das muss aber erst gekocht werden. Mit Baby versteht sich. Wenn ich Glück habe, lässt er sich ablegen und spielt. Wenn ich Pech habe, muss er die ganze Zeit auf dem Arm sein. Dann nehme ich den Marsupi* zur Hilfe, einen einfachen Tragesack mit Klettverschluss. So kann ich wenigstens solche Küchenarbeiten wie Gemüse schälen oder Nudeln kochen erledigen. Fleisch in der Pfanne brate ich mit Kind aber nicht. Das ist mir zu gefährlich.

Guten Appetit, Schätzchen

Natürlich möchte der Kleine auch etwas essen, wenn Mama isst. Noch wird er vollgestillt, aber demnächst fangen wir mit der Beikost an. Dann muss ich nicht mehr mit Baby an der Brust essen. Ob das nun besser oder schlechter wird, wird sich herausstellen…

12:00 Uhr – Zeit für ein Schläfchen

Sind wir beide gesättigt, heißt es wieder: ab ins Bett. Zumindest für den Jungen. Der ist hundemüde, während Mama ihren Müdigkeitspunkt längst überschritten hat. Trotzdem liege ich neben ihm, halte ihn im Arm, streichle sanft über seinen Rücken und versuche ihm so, beim Einschlafen zu helfen. Mal mit mehr, mal mit minder großem Erfolg. Denn es gab auch schon Tage, da hab ich mir einfach den Marsupi umgeschnallt und den Haushalt mit ihm gemacht.

Babyalltag als neumama

Wenn ich also nicht selber schlafe, nutze ich den Mittagsschlaf und erledige die Hausarbeit alleine. Die Wäsche sortieren, den Abwasch machen oder das Bad putzen – je nachdem was gerade am dreckigsten ist. Da muss man als Mama eben Prioritäten setzen und mal stur die Augen verschließen. Dann übersieht man die ein oder andere Stelle. Einfach ist das aber nicht. Besonders nicht, wenn man vorher einen leichten Sauberkeitswahn hatte und Putzen als beruhigend empfindet. Da ist man eher etwas wehmütig, wenn man nicht alles säubern kann.

15:30 Uhr – Raus an die frische Luft

Ist der Kleine aus seinem Schlaf erwacht, hat er natürlich direkt wieder Hunger. Stillen macht bei uns zwei Stunden am Tag aus. Alle anderthalb Stunden, manchmal auch nur alle zwei, will er an die Brust. Leider auch nachts. Zum Glück ist er aber ein hastiger Trinker und nach rund zehn Minuten durch. Da gibt’s ja auch andere Kinder. Welche, die genauso oft ran wollen, aber doppelt so lang dran bleiben. Ist eben jedes Baby anders.

Eine ähnliche Dauerbeschäftigung ist auch das Wickeln. Rund acht Windeln verbrauchen wir am Tag. Manchmal mehr, manchmal weniger. Sodass wir auch da auf rund zwei Stunden kommen. Fehlen allein vier Stunden von etwa 12 nutzbaren, die man am Tag zur Verfügung hat. In den restlichen acht möchte der kleine Kerl bespaßt und unterhalten werden. Also gehen wir spazieren. Hauptsächlich in unserer „Hood“. Wir treffen Mamas Freundinnen, die Oma oder die Tante mit Cousine. Oft sind wir aber auch nur zu zweit unterwegs. Dann erledigen wir den Wocheneinkauf, kaufen Windeln oder gucken uns im Wald die wehenden Blätter an den Bäumen an.

Gute Nacht mein Schatz

17:40 Uhr – Papa kommt nach Hause

Wieder Zuhause passiert eigentlich nicht mehr viel. Außer warten, dass Papa nach Hause kommt. Ist der arbeitende Mann wieder daheim, erzählt jeder von seinem Tag. Es wird noch schnell etwas gegessen und dann geht’s ab ins Bett.

19:00 Uhr – Schlafenszeit

Schlafenszeit ist zur Zeit noch immer dann, wenn das Baby schlafen möchte. Aktuell ist das spätestens um sieben, manchmal auch schon um sechs. Mama kommt dann mit ins Bett. Vorher trägt sie den Kleinen aber leicht schunkelnd in den Schlaf. Je nachdem, wie er gelaunt ist, dauert das mal länger und mal kürzer. Und es bedarf mal mehr schunkeln und mal reicht es, wenn man still neben ihm liegt. Denn tatsächlich ist unser Junge auch schon mal ganz alleine eingeschlafen. Hat einfach die Augen zugemacht und schwups, war er im Land der Träume. So einfach war es heute leider nicht. Über fünfzehn Minuten musste er herumgetragen werden und ließ sich nur schwer im Bett ablegen. Als es dann endlich so weit war, tat mir der Rücken weh und ich legte mich dankbar neben ihn. Für mich ist es jetzt aber definitiv noch zu früh zum Schlafen. Also gucke ich noch irgendeine Serie, schreibe ein bisschen an meinem Blog und warte, bis auch der Papa ins Bett kommt. So geht gegen 22 Uhr (vorerst bis zum nächsten Mal Stillen) das Licht aus und wir sagen: „Gute Nacht“.

Eure Tante Day

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