PEKiP-Kurs besuchen

mein Erfahrungsbericht

In diesem Blogeintrag verrate ich Euch, warum wir einen PEKiP Kurs besuchen wollten und ob ich es empfehlen kann.

PEKiP – was ist das?

Früher oder später wird (vermutlich) jede Neumama mit dem Begriff PEKiP konfrontiert. Er steht für „Prager Eltern Kind Programm“ und ist ein beliebter Kurs für Babys.

Angebote für Babys

Es gibt viele Angebote für Neumamas und ihre Babys: Babyschwimmen, Babymassage, Krabbelgruppen und eben Pekip-Kurse. Gar nicht so leicht, sich bei dieser riesigen Auswahl für das passende Angebot zu entscheiden.

Für uns war dennoch schnell klar: Wir werden einen Pekip-Kurs besuchen. Denn dieser Babykurs wurde von den Zweifach-Mamas aus meinem Geburtsvorbereitungskurs wärmstens empfohlen.

Warum überhaupt einen Babykurs besuchen?

Ganz um die Babykurse wäre ich nämlich nicht herum gekommen. Mein Mann drängte mich von Tag eins an, mich irgendwo mit dem Kleinen anzumelden. Ich sollte nicht Zuhause herumsitzen, mich langweilen und verkümmern. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was man macht, hieß es stets. Wichtig sei, dass man etwas macht.

So sollten wir also mit ca. 10 Wochen einen Pekip-Kurs besuchen.

pekipkurs-besuchen

Wie läuft der Kurs ab?

Als wir beim ersten Mal im Übungsraum eintrafen, war ich ein bisschen nervös, die anderen Mütter kennenzulernen. Doch alle machten einen (mehr oder weniger) netten Eindruck und schienen genauso aufgeregt, wie wir es waren. Wir stellten uns einander vor und setzten uns vor eine der acht Matten, die auf dem Boden lagen. Ich legte unsere wasserdichte Unterlage darauf und den Kleinen darauf.

Sind Sie etwa die PEKiP-Kursleitung?

Nachdem auch die letzte Frau eingetroffen war, ging es los und die Gruppenleiterin übernahm. Es war eine gewöhnliche Mittfünfzigerin, leicht alternativ angehaucht mit rauer tiefer Stimme, die an einen Yoga-Guru erinnerte. Ich muss zugeben, ich hatte sie mir anders vorgestellt. Mehr wie eine Hebamme mit „fachlicher“ Erfahrung. Und keine „Laie“, die auch eine Freundin meiner Mutter hätte sein können. Kurz gesagt: Ich war etwas enttäuscht!

Mit anderen Müttern in Kontakt kommen

Leider wirkten auch die anderen Mütter auf den ersten Blick nicht wie die Art Mensch, mit denen ich mich auch außerhalb des Kurses treffen würde. Und das ist doch schließlich einer der Gründe, solch einen Kurs zu besuchen, oder? Sich mit Anderen austauschen, Kontakte knüpfen und Abwechslung vom Babyalltag zu haben…

Beim PEKiP wird nur gesungen und gespielt

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es los. Wir zogen die Kinder aus und es wurde das Begrüßungslied gesungen. Ein Blick in die Runde verriet, dass nicht nur ich mir dabei etwas blöd vorkam.

Anschließend wurde gespielt. Wir bekamen einen Wasserball, den wir an die Fußsohlen der Kinder halten sollten, die dann mehr oder weniger dagegen traten. Danach bekamen wir einen kleinen roten Massageball, den wir von der einen Seite zur anderen bewegten, in der Hoffnung, dass das Baby mit dem Blick folgt. Und schließlich bewegten wir uns durch den Raum, zeigten den Kindern ihre Umgebung, machten sie miteinander bekannt und sprachen selber einmal kurz.

Ein Abschied mit viel Geschrei

Dann war die Zeit auch schon vorbei. Zum Abschluss gab es wieder ein Lied, anschließend wurden die Kinder mit viel Geschrei wieder angezogen.

Mein Fazit: PEKiP-Kurs besuchen – ja oder nein?

Es war eine Geräuschkulisse, in der man sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Und so war es bei jedem Kurstag. Fing ein Baby erst einmal an zu schreien, stimmten die anderen gleich mit ein. Als wäre es DAS unausgesprochene Babygesetz. Ab und an konnte ich den Kleinen noch so weit ablenken, dass er still blieb. Verunsichert war er trotzdem.

Babykurse sind was für Babys und Mamas

Klar, ist die Erfahrung andere Babys zu sehen spannend und aufregend. Die Mütter brauchen jedoch starke Nerven. Wenn diese nicht vorhanden sind, hat auch das Baby wenig Spaß am Spielen. So war es zum Schluss dann auch.

Ist es den Aufwand Wert?

Ich hatte immer weniger Lust auf den Aufwand. Zum Pekip mit der Straßenbahn fahren, voll beladen mit Handtuch, Wickelunterlage, Wechselklamotten, … Vormittags abhetzen, schnell noch etwas essen, um halbwegs pünktlich da zu sein. Und dort ein Kind bespaßen, was eigentlich viel zu müde ist und besser schlafen sollte. Denn unglücklicherweise fiel der Kurs direkt in seine Mittagsschlafzeit 🙆‍♀️

Das war letztlich auch der Grund, weshalb wir irgendwann nicht wieder hin gegangen sind.

Für Babybespaßung Geld bezahlen?

Ansonsten wirkte es, als hätte es dem Kleinen viel Spaß gemacht, so ein bisschen Turnen und Gesinge. Ob man dafür allerdings einen Kurs braucht, für den man auch noch 120€ zahlt, ist dann doch eher fraglich. Denn seit wir mit dem Pekip-Kurs aufgehört haben, machen wir die Übungen einfach zuhause und haben mindestens genauso viel Spaß. Sogar öfter als einmal die Woche!


Habt Ihr schon Erfahrungen mit einem Pekip Kurs gemacht oder einen anderen Babykurs besucht, den Ihr empfehlen könnt? Ich freu mich auf Kommentare!

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